Für die meisten (Geschäfts-)Regeln, die mit Business Rules Management Systemen erstellt werden, ist zur Laufzeit eine zentrale Serverinfrastruktur, eine Rules Engine, zwingend notwendig. Dies gilt nicht für Regeln, die mit Visual Rules modelliert werden. Sie lassen sich direkt in Java-Anwendungen integrieren, z. B. für die Ausführung auf mobilen Geräten oder für klassische Client/Server-Anwendungen. Warum ist das so?
Aus den Regel- und Zustandsmodellen und den Entscheidungstabellen erzeugt der Visual Rules Modeler Java-Code, sogenannte Regelartefakte, in Form von Java-Bibliotheken. Ein Regelartefakt ist eine JAR-Datei mit dem Regelcode (Byte-Code), dem ursprünglichen Regelmodell (EMF) und Informationen über die Abhängigkeiten des Artefakts (inklusive Versionen). Diese Artefakte und die Runtime-Bibliotheken werden dann, wie jede andere Java-Bibliothek zur Designzeit, direkt über den Klassenpfad in eine Java-Anwendung importiert.
Die Aufrufe der Regeln aus der Anwendung erfolgen programmseitig im Quellcode. Eine entsprechende Schnittstelle bietet neben dem eigentlichen Aufruf der Regelverarbeitung die Möglichkeit, die Eingabeparameter für die Regeln festzulegen, Statistiken zurückzusetzen und schließlich die Ausgabeparameter und Aktionen als Ergebnis der Regelverarbeitung abzurufen.
Weitere ausgereifte und wohl dokumentierte APIs für Hot Deployment und Monitoring erlauben, den Regelcode während des operativen Betriebs versionsgenau zu laden und auszutauschen, sowie Laufzeitstatistiken auszuwerten.
Visual Rules Runtime: Laufzeitbibliotheken und APIs
Visual Rules Builder: Automatisierter Build-Prozess
Mit einer Komponente für Softwareverteilung können alle Zielsysteme automatisch mit den gültigen Regelmodellen versorgt werden.
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