Complex Event Processing (CEP) und Business Rules Management (BRM) ergänzen sich ideal zu Softwaresystemen, in denen:
Die beiden Bereiche sind nahtlos integrierbar, was sich in einer verteilten, Service-orientierten Systemarchitektur eines CEP & BRM Gesamtsystems deutlich abzeichnet.
Die Erkennung von relevanten Ereignismustern übernehmen Event Processing Agents (EPA), die drei Aufgaben erfüllen:
EPAs sind lose gekoppelt und lassen sich in einem komponentenorientierten System z.B. mit Hilfe von Publish-Subscribe-Kommunikation sehr einfach kontextabhängig neu gruppieren oder erweitern.
Hauptkomponenten einer verteilten Systemarchitektur für die Ereignisverarbeitung und Entscheidungsfindung
Aufgabe des BRM-Systems ist, auf Basis der gesammelten und aggregierten Informationen Entscheidungen zu treffen. Es arbeitet die für das konkrete komplexe Ereignis passenden Regeln ab.
Je nach Anwendungsfall ist es erforderlich, den aktuellen Zustand der Regelverarbeitung zu erhalten und dabei die vollständige Abarbeitung der Geschäftsregeln zu gewährleisten.
Das Ergebnis der Regelverarbeitung - die Entscheidung - wird im Zielsystem umgesetzt. Das Ergebnis kann zum Beispiel zu einem neuen Ereignis führen, das in den Ereignisstrom geleitet wird. Zwischen CEP-Engine und BRM-System findet somit ein wechselseitiger Datenaustausch statt.
Mit dem CEP & BRM Gesamtsystem sind Unternehmen in der Lage, trotz großer Ereignismengen intelligente, komplexe Entscheidungen transparent zu automatisieren.
Durch eine komponentenorientierte Systemarchitektur können beide Teilbereiche ihre jeweils speziellen Fähigkeiten und spezifischen Verantwortlichkeiten in idealer Weise kombinieren:
Ebenso können IT und Fachbereich ihre jeweils spezifischen Kompetenzen einbringen:
In dem Geschäftsregelsystem Visual Rules lässt sich die -möglicherweise komplexe- Geschäftslogik für die Entscheidungsfindung einfach erweitern und anpassen. Dort erfolgt auch das vollständige Management der Regeln.
Auch die Event Processing Agents lassen sich in dem komponentenbasierten System einfach erweitern und bei Bedarf neu bündeln. Hierfür ist es erforderlich, die EPAs entsprechend zu strukturieren und in einem EPN (Event Processing Network) zu gruppieren.
Es sind Fachexperten, die die Logik für die Entscheidungsfindung in ereignisbasierten Systemen kennen. Sie zu unterstützen, die Geschäftslogik intuitiv zu erstellen, zu testen, auszutauschen und in Produktion zu bringen, ist die Kernaufgabe von Visual Rules.
Wofür setzen Unternehmen heute die Kombination von CEP und BRM ein? Und welchen Nutzen gewinnen sie dadurch? Zwei Beispiele:
Ein typischer Einsatzbereich ist der Echtzeit-Wertpapierhandel. Papiere ändern ihren Kurs, Unternehmen veröffentlichen Bilanzdaten, die Zentralbank ändert den Leitzins, politische Ereignisse treten ein, und selbst das Wetter hat Einfluss auf das Geschehen am Markt. Händler sind gefordert, aus einer Flut von Daten schnell die relevanten Informationen zu filtern, Verknüpfungen zu erkennen und die richtigen Entscheidungen zu treffen. Eine Anwendung, die konsequent und durchgängig Informationen verdichtet und selbstständig auf Basis definierter Regelwerke entscheidet, erleichtert Händlern die Arbeit deutlich.
Auch in der Verkehrssteuerung werden CEP und BRM kombiniert eingesetzt. Ihr Ziel ist, Einflüsse von Verkehrsstörungen (z.B. erhöhtes Verkehrsaufkommen aufgrund von Großveranstaltungen) frühzeitig zu erkennen und zügig darauf zu reagieren (etwa über die Verlängerung der Grünphase einer bestimmten Ampel).
Weitere Einsatzbereiche: